Eine Behandlung ist mit Heparin und Citrat möglich. Wenn CytoSorb als eigenständige Therapie zum Einsatz kommt, kann nur Heparin für die Antikoagulation verwendet werden. Citrat ist in dieser Konfiguration kontraindiziert.
Im Allgemeinen sind keine speziellen Protokollanpassungen für CytoSorb erforderlich. Die Anweisungen des Produktherstellers sind zu beachten.
Bei einer systemischen Antikoagulation mit Heparin gilt Folgendes:
Grundsätzlich muss die Antikoagulation vor Aufnahme der Behandlung wirksam sein. Das bedeutet, die aPTT zunächst bis zum Zielwert zu erhöhen und erst dann mit dem extrakorporalen Verfahren zu beginnen.
Empfohlene Zielwerte bei Verwendung von Heparin:
- aPTT: 60–80 Sekunden (aktivierte partielle Thromboplastinzeit; dieser Wert entspricht dem Zwei- bis Dreifachen des Baseline-Wertes.)
- ACT: 160–210 Sekunden (aktivierte Gerinnungszeit, Standardwert 100–130 Sekunden)
- AT III: 75–120 % (Antithrombin III)
- Vorsicht: HIT (Heparin-induzierte Thrombozytopenie).
Diese Zielwerte werden nach den jeweiligen Standards der Intensivstation kontrolliert. Die Entscheidung bezüglich Dosierung und Zielwerten liegt grundsätzlich in der Verantwortung des behandelnden Arztes.
Für die regionale Antikoagulation mit Citrat gilt Folgendes:
- Initialdosis, Blutflussrate, Kontrolle und Anpassung von Calcium und Citrat gemäß Protokoll.
- Citrat- und Calciumgaben erfolgen an den üblichen Punkten des extrakorporalen Kreislaufs.
- Eine Kontrolle des ionisierten Calciums (CRRT-Kreislauf und Patient) wenige Minuten nach Behandlungsbeginn und in regelmäßigen Abständen von 8–12 Stunden wird empfohlen.
Die Entscheidung bezüglich Dosierung und Zielwerten liegt in der Verantwortung des behandelnden Arztes.